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Der Bundesverband der Wildtierhilfen (BVW) hat in Kassel das erste Individual-Monitoring bei Wildtieren mithilfe künstlicher Intelligenz gestartet.
Am Dienstag, dem 18.08.2026, wurden die ersten fünf Kameras in Privatgärten im Kasseler Stadtteil Bettenhausen aufgebaut und mit einem KI-Server verbunden. Damit startet ein auf mindestens drei Jahre angelegtes Projekt, das Informationen zum Revierverhalten und zur Anzahl der Waschbären im Projektgebiet liefern wird. Die Anzahl der Kameras wird nach und nach erhöht, um ein zusammenhängendes Netz zu erhalten.Das Projekt wurde ursprünglich mit dem Ziel entworfen, sterilisierte Waschbären in ihrem Revier zu identifizieren und zu überprüfen, wie sie sich in ihrem Lebensraum verhalten und ob es zu Neuansiedlungen kommt. Zudem sollte die Entwicklung der Tierpopulation im Habitat untersucht werden.
Vera Heck, Geschäftsführerin BVW: „Leider pausiert das BiPoMA-Projekt noch immer, da die Ausarbeitung einer Umsetzungsempfehlung für ein biologisches Management auf Bundes- und Länderebene immer noch nicht abgeschlossen ist. Wir nutzen die Zeit daher, um die KI und auch unser Team weiterzuentwickeln, und erhalten so eine sehr gute Übersicht über die Populationsdichte der Waschbären in dem Gebiet.“
Die intelligente Software wird in Deutschland in Zusammenarbeit mit dem BVW von der cimt AG entwickelt. Es ist das erste Mal, dass KI zur individuellen Einzeltiererkennung angewendet wird. Ein vergleichbares Projekt ist europaweit nicht bekannt. Bisher erkennen KI-Systeme lediglich das Tier, also beispielsweise Fuchs, Reh oder Luchs, nicht aber das individuelle Tier. Dies eröffnet der Wissenschaft, dem Forst und anderen Interessengruppen neue Möglichkeiten.
Die in Kassel gewonnenen Daten werden von Experten des BVW sowie von Wissenschaftlern der Universitäten Bonn und Göttingen ausgewertet. Die ersten auswertbaren Datensätze werden für Oktober/November 2026 erwartet.
Das Projekt wird allein vom Bundesverband der Wildtierhilfen finanziert, ohne öffentliche Gelder. Es ist daher möglich, Patenschaften für KI-Kameras ab 15 Euro im Monat zu übernehmen, um die laufenden Kosten zu decken. Weitere Zuwendungen für das gesamte BiPoMa-Projekt sind ebenfalls willkommen.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Bundesverband der Wildtierhilfen
Frau Vera Heck
Neue Mainzer Strasse 84
60311 Frankfurt
Deutschlandfon ..: 069-348675602
web ..: https://www.bundesverband-wildtierhilfen.de/
email : kontakt@bundesverband-wildtierhilfen.deDer Bundesverband der Wildtierhilfen gGmbH ist die Interessenvertretung der deutschen Wildtierhilfen. Mit Sitz in Frankfurt am Main agiert der Verband als Repräsentant der Wildtierstationen gegenüber Politik und Behörden und ist Ansprechpartner der Medien. Ein wesentlicher Aspekt der Verbandsarbeit liegt in der Aus- und Weiterbildung im Bereich der Wildtierpflege, ergänzt durch die Förderung und Unterstützung von wissenschaftlichen Forschungsprojekten. Ein zentraler Baustein bildet die „Akademie für Wildtiere und Artenschutz“, die unter anderem Sachkundeseminare mit amtlicher Prüfung gemäß §11 des Tierschutzgesetzes anbietet. Diese Seminare stellen für Wildtierstationen eine rechtliche Grundlage für die Durchführung von Wildtierpflege dar. Darüber hinaus unterstützt der Bundesverband die Wildtierstationen in ihren Qualitätsmanagementprozessen und fördert die integrative Zusammenarbeit von wildtierinteressierten Personen. Der Verband ist politisch unabhängig und unparteilich.
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Erstes Wildtier Individual-Monitoring mithilfe künstlicher Intelligenz gestartet
veröffentlicht am 20. August 2026 in der Rubrik Presse - News
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